Blogreihe: Volksstück

Tony_Pfoser_Volksstück

Blogreihe: Volksstück


Hallo und herzlich willkommen im Büchnerwald!

Die Volksstück-Reihe ist zurück! Meine kleine, literaturwissenschaftliche Blogreihe zum Thema Volksstück ist wieder verfügbar.


1. Basics: Was ist ein Volksstück und wieso sollte ich das wissen?

2. Grundzüge einer Gattung: Die Freude am Grauen und frühe Zensur.

3. Die (Nach)Kriegszeit: Kritik an Gesellschaft ist Kritik an der Zeit?

4. Revolution und Modernisierung: Die Horváth-Fleißer-Kontroverse.

5. Erbe und Umsetzung nach dem Krieg: Ein Nobelpreis in Provokation?


Die Themen umfassen vor allem Entstehung, Inhalte und Revolution des Volksstückes, aber auch Zensur und Umgang mit kritischen Inhalten im 20. Jahrhundert. Diskutiert werden dabei einzelne Werke und AutorInnen, sowie die grundlegenden Züge der Gattung in ihren Anfängen, in der Weimarer Zeit und nach dem Krieg.

Im Fokus stehen Deutschland und Österreich, wobei besonders um Wien herum die meisten Stücke spielen.

Wieso so eine Reihe?


Originaltext aus der Ankündigung (Sommer 2018)


Ich spiele seit einiger Zeit mit dem Gedanken, etwas über das Volksstück zu schreiben. Denn das Volksstück an sich war Dreh- und Angelpunkt der literarischen Gesellschaftskritik im deutschsprachigen Raum von etwa 1860 bis 1970 (mit der zu erwartenden Pause zwischen 33-45). Wenn man sich das Volksstück ansieht und die Formen, mit denen die AutorInnen kritisiert und reflektiert haben, sieht man Muster, die sich auch in der heutigen Gesellschaft widerspiegeln. Sexismus, Rassismus, gefährlicher Nationalstolz, Kriegsschuld und Gewalt.

Des Weiteren handelt es sich um eine literarische Gattung, die heute oft vergessen wird. Das ist schade, denn ich denke, dass wir davon profitieren könnten.

Im Volksstück geht es vor allem darum, durch gezielte Provokation und Überspitzung auf Probleme der Zeit hinzuweisen. Diese Dinge übernehmen heute satirische Sendungen und JournalistInnen – trotzdem bietet das Volksstück eine eigene Perspektive.

Die Beiträge werden im Essay-Stil gehalten und bieten somit Infos für Leute die neu in der Literaturwissenschaft sind, aber auch Fakten und Quellen für die, die sich damit bereits auskennen.

Ich hoffe das Projekt findet Anklang. In einer Welt, in der Hass und Gewalt wieder Gesellschaftsfähig werden, ist es (denke ich zumindest) wichtig, dass man sich über Kritik, Zensur und Umgang mit Hass in der Vergangenheit informiert und sich damit auseinandersetzt.

Autor: Michelle Janßen

Michelle Janßen ist eine süddeutsche Bloggerin, Journalistin und Autorin. Sie studiert deutsche Literaturwissenschaft und Geschichte. Auf Büchnerwald bloggt sie medienkritisch über Politik, Geschichte und (online) Medien.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s